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Stationsangebote und Nebenjobs für Referendare!

 


Referendare pro Jahr:

k.A.


Vergütung:

k.A.

„Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen.“

Dieser Satz von Ferdinand Porsche bringt alles auf den Punkt, was Porsche ausmacht. Als Marke, als Unternehmen, als Automobilhersteller, als Arbeitgeber. Die „Idee Porsche“ hat so einzigartige Sportwagen wie den Porsche 356 oder den 911 hervorgebracht. Durch die Kombination von Tradition und Innovation mit den Porsche typischen, manchmal etwas unkonventionellen Denkweisen unserer Mitarbeiter, lassen wir automobile Träume wahr werden und haben so immer das „Etwas-mehr“ im Blick. Porsche ist allerdings viel mehr als "nur" ein exklusiver Sportwagenhersteller. Den auch als Arbeitgeber hat Porsche viel zu bieten: vielfältige Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie flexible Arbeitszeitmodelle.

Anwälte / Juristen: k.A.

Standorte: Sitz der Rechtsabteilung in Zuffenhausen

Rechtsgebiete: Algemeines Zivil- und zivilvertragsrecht, Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht

Infos zur Referendarausbildung: Als Rechtsreferendar/in werden Sie umfassend auf die juristische Praxis vorbereitet. Ein Mentor begleitet Sie während der Wahlstation und fördert Ihre individuellen fachlichen und persönlichen Stärken. Sie werden aktiv in das operative Tagesgeschäft eingebunden mit dem Ziel, Mandate umfassend zu unterstützen. Sie werden in verschiedenen Teams eingesetzt und erhalten dadurch einen hervorragenden Gesamteindruck von der Bandbreite der Themenfelder einer Rechtsabteilung.

Erfahrungsbericht: Wahlstation in der Rechtsabteilung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
von Martin Gramsch, Ref. jur.:

„ ... 26 Jahre jung, zwei Prädikatsexamina, mehrere Auslandseinsätze und zumindest eine begonnene Promotion ...“ – so oder so ähnlich stellen sich Studenten und Absolventen das Anforderungsprofil von Unternehmensrechtsabteilungen vor. Tatsächlich wird aber viel mehr als das verlangt: Unternehmerisches Denken, politisches Fingerspitzengefühl und souveränes, angemessenes Auftreten gegenüber den unterschiedlichen Unternehmensebenen.

Das juristische Rüstzeug wird zunächst als selbstverständlich vorausgesetzt, wobei die Examensnote ein Indikator dafür sein kann, aber nicht muss. Die weiteren Anforderungen, z. B.
bezüglich der Soft Skills, sind dabei wesentlich schwieriger zu beurteilen. Nach Angaben der Ausbilder sind bei der Kandidatenauswahl bisherige Tätigkeiten neben dem Studium bzw. Referendariat und deren Zeugnisse sowie Auslandsaufenthalte entscheidende Kriterien. Daher werden Studenten und Referendare unbedingt dazu ermutigt bei der Karriereplanung nicht nur auf die Examensnote zu schielen, sondern sich auch die sonstigen Qualifikationen durch geeignete Maßnahmen
anzueignen, notfalls auch auf Kosten der letztlich überbewerteten Examensnote. Nachdem ich unmittelbar vor der Wahlstation die Klausuren für das zweite Staatsexamen geschrieben hatte, erwartete ich mir von der Wahlstation, die Arbeit in der Praxis richtig kennen zu lernen ohne ständig durch die Vorbereitung auf Klausuren getrieben und abgelenkt zu werden. Darüber hin-
aus waren meine Erwartungen an die Wahlstation bei der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG zunächst mit denen an andere Stationen vergleichbar. Als Rechtsreferendar betritt man in den verschiedenen Einsatzgebieten zunächst Neuland, so dass natürlich das Sammeln von Erfahrungen im Tätigkeitsgebiet und den täglichen Arbeitsabläufen eines Syndikusanwaltes im
Vordergrund stehen.

Die juristischen Arbeitsschwerpunkte waren aufgrund der Stellenausschreibung und den persönlichen Gesprächen mit den Ausbildern im Vorfeld schnell geklärt und lagen im Bereich des Zivil- und Wirtschaftsrechts mit einem Schwerpunkt auf einer „präventiven“ Beratung. Besonders interessant erschien mir daneben der eigentliche Unterschied zwischen einer Tätigkeit als Anwalt in einem Unternehmen und der als „klassischer“ Anwalt. Augenfällig ist dabei zunächst, dass der Syndikusanwalt nur das Interesse seines Unternehmens verfolgt und dabei immer das große Ganze
im Blick behalten muss. Wegen der Anstellung bei einem Unternehmen ist das Unternehmensinteresse auch gleichzeitig das eigene Interesse, wohingegen der klassische Anwalt fremde Interessen vertritt. Weiterhin interessierte mich die Einbindung der Rechtsabteilung in das operative Geschäft und deren „Beauftragung“ durch die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens. Die Arbeit in der Rechtsabteilung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche GG lässt sich zusammenfassend so beschreiben, dass ich in einer kleinen Anwaltskanzlei mit einem einzigen großen Mandanten gearbeitet habe. Die Arbeits- und Herangehensweise an die „Fälle“ war stark von einer anwaltlichen Sicht geprägt, da man die Fachabteilungen bei ihrer endgültigen Entscheidung unterstützte und hierfür verschiedene Lösungswege aufzeigen musste, die eine Abwägung aller Belange erforderte. Für ein international agierendes Unternehmen empfand ich die Rechtsabteilung mit einer Handvoll Syndizi als überraschend klein. Aus der geringen Größe folgte jedoch ein breites Aufgabenspektrum, da jeder Syndikus verschiedene Themengebiete und Tochterfirmen betreute, um alle rechtlichen Fragestellungen abzudecken. Hierdurch gestalteten sich die zu erledigenden Aufgaben als sehr vielseitig und abwechslungsreich und die Arbeitsbelastung war mit derjenigen in einer Großkanzlei vergleichbar. Ein Vorteil der geringen Größe lag darin, dass man in unmittelbarem Kontakt mit allen Kollegen der Rechtsabteilung stand und dies auch entscheidend zum guten Arbeitsklima beitrug. Ein Schwerpunkt der Referendarstätigkeit lag in der Anfertigung von Vertragsentwürfen und der Durchführung anderer vorbereitender Tätigkeiten wie etwa der Durchsicht verschiedener Werbematerialien. Daneben traten aber auch klassische
anwaltliche Tätigkeiten wie Rechtsdurchsetzung und -verteidigung. Außerdem war die Vermittlung von Kenntnissen über rechtliche Probleme bzw. zu Fragen der Vertragsgestaltung ein wichtiges Tätigkeitsfeld. So arbeiten beispielsweise die Mitarbeiter im Einkauf täglich mit Vertragsentwürfen der Rechtsabteilung und nicht in jeder Situation besteht die Möglichkeit für Nachfragen bei der Rechtsabteilung. Durch Schulungen wird diesen Mitarbeitern das nötige Rüstzeug an die Hand gegeben. Die mir übertragenen Aufgaben konnte ich selbständig und frei erledigen. Als großen Nutzen empfand ich dabei, dass ich z.B. wegen bestehender Nachfragen zumeist in direkten Kontakt mit den jeweilig anfragenden Personen bzw. Abteilungen treten konnte und durfte. Wegen der kurzen und schnellen Kommunikationswege konnte ich so einen guten Einblick in die Struktur des Unternehmens und die Abläufe der Zusammenarbeit zwischen Rechtsabteilung und den übrigen Abteilungen gewinnen. Dies wurde noch verstärkt durch die wöchentlichen „Präsenztage“ bei einer Tochtergesellschaft, die durch meinen Ausbilder betreut wurden. An diesen Tagen konnte ich das tägliche operative Geschäft vor Ort hautnah miterleben.

Meine Zeit in der Rechtsabteilung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG empfand ich als wertvolle Erfahrung und Bereicherung. Insbesondere weil sonstige Belastungen (etwa durch Arbeitgemeinschaften) erst einmal wegfallen waren und mir ein großer eigener Verantwortungsbereich übertragen wurde, hatte ich das Gefühl, dass diese Station nicht nur ein „Hineinschnuppern“, sondern ein richtiges Training-on-the-Job war.

Anschrift:

Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG Personalmarketing
Porscheplatz 1
70435 Stuttgart

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